Geschichte

Arawak und Karaiben

Die ältesten archäologischen Zeugnisse von menschlichem Leben kommen aus der Zeit 3500 bis 3000 v.Chr. Zu Beginn der Zeitrechnung haben Saladoiden, auch Arawak genannt, die Antillen besiedelt. Ihnen sind ca. 600 n.Chr. die Karaiben gefolgt. Beide Ethnen kamen aus Südamerika und hatten eine ähnliche Lebensweise. Aus der Beute, die sie aus Jagd und Fischfang gehabt hatten, machten sie einen sehr scharfen Peffertopf und assen dazu Fladenbrot aus Majokmehl. Sind assen auch Papayas, Guava, Ananas und Avocados und die Männer rauchten Zigarre. Zu den Haushaltsgeräten gehörten Tongefässe und diverse Sachen aus Pflanzenmaterialien. Die Frauen trugen einen Lendenschurz und die Männer hatten das Privileg nackt herumzulaufen *sexy sexy sexy*. Zum Schutz gegen die Insekten und als Kriegsbemahlung rieb man sich Roucou, ein pflanzlicher Farbstoff ein. Auf den Kriegszügen töteten diese Typen die gegnerischen Männer und haben deren Frauen als Sexsklaven benutzt :O Man erzählt auch, dass man die gegnerischen Männer auch gegessen hat, aber das konnte man nie richtig beweisen. Zu dieser Zeit hiess Guadeloupe übrigens noch Karukera, oder auf deutsch, die Insel der schönen Wasser.

 

Kolonisierung und Sklavenwirtschaft

Kolumbus entdeckte die Insel als erster Europäer während seiner Rückreise am 4. November 1493. Er nannte sie Guadelupe, nach dem spanischen Wallfahrtsort Nuestra Señora de Guadalupe. Die Karaiben konnten sich allerdings erfolgreich gegen die Spanier wehren. Erst 1635 ist es den Franzosen gelungen, Guadeloupe zu kolonisieren. Seit dann gehörts auch mit kleinen Ausnahmen zu Frankreich. 1674 ist die Kolonie ganz zu Frankreich gefallen. Die französischen Kolonialherren haben dann die Plantagenwirtschaft errichtet. Sie bauten vorallem Zuckerrohr und Kaffee an. Die Auseinandersetzung mit den Karaiben endete mit der Deportierung auf die Nachbarsinsel Dominica. Als Arbeitskräfte liessen sich die Herren Frankreichs folglich Menschen aus Afrika bringen, die im Rahmen des transatlantischen Sklavenabkommen mit Sklavenschiffen in die neue Welt gebracht wurden. Statistisch gesehen arbeitete ein Sklave für sieben Jahre auf einer Plantage bevor er dann in den folgen der Ermüdung verstorben ist. Frauen sind durch den Schock oftmals unfruchtbar geworden. Die Afrikaner wurden schlussendlich die Mehrheit der Bevölkerung in dGuadeloupe.

Während dem Siebenjährigen Krieg wurde auch Guadeloupe von 1759 bis 1763 von den Engländern besetzt. Im Zuge der Französischen Revolution von 1789 wurde die Sklaverei in den französischen Kolonien und somit auch in Guadeloupe im Februar 1794 aufgehoben! England nutzte die neue politische Lage und besetzte im April 1794 die Insel. Sie unterstützen auch die Plantagenbesitzer, die die Abschaffung der Sklaverei verhindern wollten. Die englische Besatzung wurde aber bald von französischen Truppen vertrieben worden. Die französischen Truppen wurden bei dieser Aktion von den Sklaven unterstützt.

Napoléon dieser Einfallspinsel, führte die Sklaverei aber am 20. Mai 1802 wieder ein. Zwei schwarze Truppenführer wehrten sich aber mit ihren Truppen gegen dieses Vorgehen. Bei den napoleonischen Kriegen nahm aber England Guadeloupe wieder ein und schenkten es unter König Karl XIII 1813 den Schweden.

Im "Frieden von Paris" 1815 verkaufte Schweden Guadeloupe für 24 Millionen Franc wieder den Franzosen zurück. Mit dem geld sind die Staatsschulen zurückbezahlt worden, die sogenannte Guadeloupe-Rente. Die Rente wurde bis 1983 bezahlt, jährlich 300'000 Kronen. Diese Rente wurde aber mittlerweile durch eine andere Zahlung ersetzt.

Die Sklaverei wurde unterdessen, am 27. April 1848 definitiv abgeschafft, dank Victor Schoelcher, der aktiv gegen das angekämpft hat. Heute wird dieser Mann mit unzähligen Statuen und Strassenamen geehrt. In Martinique wurde sogar seit 1888 die drittgrösste Stadt zu Schoelcher unbenannt und in Frankreich wurde der 5000 Francs Schein mit seinem Portrait gewitmet. Die Plantagenbesitzer warben nachher Inder an. Man hat ihnen Lohn, die Reise von Indien nach Guadeloupe und Kost und Logie während 5-7 Jahren bezahlt. Nachher waren sie frei. Dadurch kamen zwischen 1854 und 1889 ungefähr 42.000 Inder nach Guadeloupe.

 

Integration in den französischen Staat

Am Ende des 19. Jhr. hat Frankreich das Wahlrecht für die schwarze Bevölkerung eingeführt. 1470 Menschen der neuen französischen Bevölkerung haben im Ersten Weltkrieg für das Vaterland das Leben gelassen. Auch im Zweiten Weltkrieg war Guadeloupe betroffen. nach der Kapitulation von Frankreich flüchteten viele von der Insel und haben sich den Aliierten, unter General Charles de Gaulle angeschlossen.

Am 19. März 1946 wurde Guadeloupe ein Überseedépartement von Frankreich. Seit dann ist es keine Kollonie mehr, sondern es wird komplett als vollintegrierten Teil von Franzkreich betrachtet. Auf die kulturellen Unterschiede wird aber dabei keine Rücksicht genommen. Als Antwort auf diese Tatsache wird von politischer Seite her, eine gewisse Eigenständigkeit angestrebt, weil sie einfach mehr der Entwicklung der Kultur beitragen wollen. Viele der Einwohner von Gwada sehen die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit von Frankreich aber als nicht realistisch an. Nach massiven Unruhen und einem Generalstreik 2009 wird nun für die Unabhänigkeit von Frankreich an der Urne abgestummen.

 

 

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